Blogreihe: Helden im Fokus

Nicht alles im Griff zu haben, kann der Anfang von etwas Großem sein.

Manche Menschen lernt man persönlich kennen. Andere zunächst über viele Telefonate,  manchmal sogar mit See im Hintergrund oder einem Berg unter den Füßen.

Sandra gehört für uns genau in diese zweite Kategorie. Unsere Zusammenarbeit begann schon vor einiger Zeit. Und gerade im Sommer gab es einige Telefonate, die uns besonders im Gedächtnis geblieben sind: Während Sandra über ihr Business, ihre nächsten Schritte und ihre Fragen sprach, stand Lisa nicht selten irgendwo am See oder auf einem Berg, mitten im Urlaub und trotzdem im Austausch.

So entstand mit der Zeit eine Verbindung, die weit über einzelne Fragen rund um Impressum und Datenschutz hinausging. Sandra hat ihren Weg von der freiberuflichen Ingenieurin bis hin zur eigenen GmbH weiterentwickelt und wir durften sie dabei ein Stück begleiten.

Persönlich getroffen haben wir uns dann später bei unserer X-Mas Party in der Stapler Trainingswelt. Aus den Stimmen am Telefon wurden endlich echte Begegnungen. Und spätestens da war klar: Hinter der Unternehmerin Sandra steckt eine Frau, die neugierig geblieben ist, Dinge hinterfragt, neue Wege ausprobiert und sich nicht scheut, ihren eigenen Plan unterwegs noch einmal zu verändern.

Genau darüber haben wir mit ihr gesprochen: über ihren Weg in die Selbstständigkeit, den Mut, nicht alles perfekt planen zu müssen, echte Entlastung im Unternehmerinnenalltag und darüber, warum man manchmal einfach losgehen muss, bevor man weiß, wohin die Reise führt.

Sandra, wenn du dich einmal nicht über deine Position oder dein Unternehmen vorstellen müsstest: Wer ist die Frau hinter der SBN InfraNext GmbH und was sollten unsere Leser unbedingt über dich wissen?

Ich bin wahrscheinlich vor allem ziemlich neugierig auf das Leben. Ich reise gern, am liebsten unkompliziert und nicht komplett durchgeplant, lerne gern neue Menschen kennen und lande auch bewusst immer wieder in ganz anderen Welten als meiner eigenen.

Mich kann man deshalb genauso auf einer Veranstaltung treffen, die überhaupt nichts mit meinem Beruf zu tun hat, wie in einer Kunstausstellung, obwohl ich von Kunst ehrlich gesagt wenig Ahnung habe. (lacht) Ich finde es einfach spannend, über den eigenen Tellerrand zu schauen und mich mit Menschen und Themen zu beschäftigen, die mir neue Perspektiven geben.

Und ich glaube, ich brauche genau diese Mischung: Neues entdecken, gute Gespräche führen, mich für Dinge begeistern können und nicht immer schon vorher wissen, was dabei herauskommt.

Was hat dich damals dazu bewegt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen und dein eigenes Unternehmen aufzubauen? Gab es einen bestimmten Moment, an dem du wusstest: „Das möchte ich machen“?

Den einen großen Moment gab es tatsächlich gar nicht. Es war eher ein Gedanke, der mit der Zeit immer größer geworden ist.

Ich habe viele Jahre in großen Infrastrukturprojekten gearbeitet und dabei sehr unterschiedliche Seiten kennengelernt – von der klassischen Planung über die ausführende Seite bis hin zur Koordination komplexer Projekte. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich meine Erfahrung gern freier einsetzen möchte. Ich wollte selbst entscheiden können, welche Projekte ich begleite, wie ich arbeite und wohin ich mich fachlich entwickle.

2024 habe ich dann den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, zunächst als freiberufliche Ingenieurin. Und daraus ist ziemlich schnell mehr geworden. Mit der GmbH kam dann noch einmal ganz bewusst die Entscheidung: Ich möchte nicht einfach nur selbstständig arbeiten, sondern wirklich etwas Eigenes aufbauen und weiterentwickeln.

Ich mag diese Mischung heute sehr: weiterhin fachlich nah an meinen Projekten zu sein und gleichzeitig die Freiheit zu haben, neue Ideen zu verfolgen und selbst zu entscheiden, in welche Richtung sich mein Unternehmen entwickelt.

„Nicht alles war geplant. Aber genau das macht es spannend.„

Wenn du heute auf deine unternehmerische Reise zurückblickst: Was hat dich am meisten geprägt und was hast du vielleicht über dich selbst gelernt?

Dass man nicht auf alles vorbereitet sein kann und auch nicht sein muss.

Ich komme aus einer Welt, in der Planung, Termine, Strukturen und klare Abläufe enorm wichtig sind. Natürlich hilft mir das auch als Unternehmerin. Gleichzeitig habe ich ziemlich schnell gelernt, dass Unternehmertum nicht vollständig planbar ist. Man trifft Entscheidungen, obwohl noch nicht jede Information auf dem Tisch liegt. Man probiert Dinge aus, korrigiert sie wieder und entwickelt sich weiter.

Ich habe dabei vor allem gelernt, mir selbst mehr zu vertrauen. Nicht jede Entscheidung muss vorher zehnmal durchdacht und von allen Seiten abgesichert sein. Viel wichtiger ist für mich inzwischen, eine Entscheidung zu treffen, Verantwortung dafür zu übernehmen und gegebenenfalls nachzusteuern.

Und ich habe gemerkt, dass ich deutlich mutiger bin, als ich mir früher wahrscheinlich selbst zugetraut hätte.

Unternehmertum bringt viele Herausforderungen mit sich. Was war für dich persönlich eine der größten Herausforderungen und wie bist du damit umgegangen?

Eine meiner größten Herausforderungen war und ist tatsächlich, zu akzeptieren, dass ich nicht alles gleichzeitig perfekt machen kann.

Wenn man gründet, ist man plötzlich nicht mehr „nur“ Ingenieurin. Auf einmal beschäftigt man sich mit Buchhaltung, Versicherungen, Verträgen, Steuern, Website, Marketing, Personal, IT und gefühlt noch hundert anderen Dingen. Gleichzeitig möchte man natürlich weiterhin fachlich richtig gute Arbeit für seine Kunden leisten.

Mein eigener Anspruch steht mir dabei manchmal selbst im Weg. Ich möchte Dinge verstehen, Verantwortung übernehmen und sie gern auch selbst im Griff haben. Mit der Zeit habe ich aber gelernt, stärker zu unterscheiden: Wo ist meine persönliche Aufmerksamkeit wirklich wichtig und wo kostet es mich vor allem Zeit und Energie, alles selbst machen zu wollen.

Und da bin ich ganz klar noch in der Entwicklung. Für mich bedeutet Unternehmertum auch genau das: immer wieder dazuzulernen, die eigene Rolle neu zu definieren und herauszufinden, was man selbst machen sollte und was eben nicht.

Ich glaube nicht, dass man irgendwann eine „fertige Unternehmerin“ ist. Das Unternehmen entwickelt sich weiter und man selbst genauso. Für mich geht es deshalb immer mehr darum, nicht nur im Unternehmen zu arbeiten, sondern auch am Unternehmen. Diesen Wechsel zu lernen, gehört für mich momentan zu den spannendsten Herausforderungen.

Gerade als Unternehmerin gibt es unzählige Aufgaben, die neben der eigentlichen Arbeit anfallen. Was bedeutet für dich im Business echte Entlastung und wo sagst du heute ganz bewusst: „Das muss ich nicht selbst machen“?

Echte Entlastung bedeutet für mich vor allem, dass ich bei einem Thema nicht ständig im Hinterkopf haben muss: „Da müsste ich eigentlich noch …“

Wenn ich weiß, dass jemand fachlich richtig gut ist, zuverlässig arbeitet und mich rechtzeitig auf Dinge aufmerksam macht, dann kann ich ein Thema auch wirklich abgeben. Genau das ist für mich inzwischen unglaublich wertvoll.

Ich muss nicht selbst Steuerexpertin, Juristin, Webdesignerin oder Spezialistin für jedes administrative Thema werden. Natürlich möchte ich verstehen, was in meinem Unternehmen passiert. Denn am Ende trage ich schließlich die Verantwortung. Aber verstehen heißt für mich heute nicht mehr automatisch, alles selbst machen zu müssen.

Meine Zeit möchte ich vor allem dort einsetzen, wo ich wirklich einen Unterschied machen kann: bei meinen Projekten, meinen Kunden und bei der Weiterentwicklung meines Unternehmens.

Echte Entlastung beginnt dort, wo man loslassen kann.

Du bist bereits seit langer Zeit Kundin der ImpressumsHelden. Erinnerst du dich noch daran, was damals der Grund war, warum du unsere Unterstützung gesucht hast?

Ja, tatsächlich ziemlich gut. Ich hatte Bianca damals bei einer Netzwerkveranstaltung in Dresden kennengelernt und wir hatten direkt ein tolles Gespräch. Dadurch bin ich überhaupt erst auf die ImpressumsHelden aufmerksam geworden.

Zu dieser Zeit war ich gerade dabei, meine Selbstständigkeit aufzubauen, und wollte natürlich auch mit einer eigenen Website sichtbar werden. Gleichzeitig kamen damit plötzlich einige Fragen und rechtliche Hürden auf, mit denen ich mich vorher nie beschäftigen musste. Was muss eigentlich alles in ein rechtssicheres Impressum? Muss dort meine private Adresse stehen? Was muss ich beim Datenschutz beachten? Und wie stelle ich sicher, dass meine Website insgesamt sauber aufgestellt ist?

Gerade meine Privatadresse öffentlich im Internet angeben zu müssen, war für mich ein Punkt, bei dem ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt habe. Gleichzeitig wollte ich bei den rechtlichen Anforderungen nicht einfach darauf vertrauen, dass es schon irgendwie passen wird.

Durch das persönliche Kennenlernen hatte ich direkt Vertrauen und euch als Ansprechpartnerinnen für genau diese Themen. So ist aus einem tollen Gespräch bei einer Netzwerkveranstaltung letztlich eine Zusammenarbeit entstanden, die mich seit Beginn meiner Selbstständigkeit begleitet.

Wenn du heute auf unsere Zusammenarbeit zurückblickst: Was schätzt du an den ImpressumsHelden besonders und an welcher Stelle merkst du im Alltag, dass bestimmte Themen bei uns gut aufgehoben sind?

Was ich besonders schätze, ist die persönliche und unkomplizierte Betreuung. Ich habe mich von Anfang an sehr gut aufgehoben gefühlt und das hat sich bis heute nicht geändert.

Gerade bei rechtlichen Themen gibt es bei mir natürlich auch immer wieder Unsicherheiten. Zum Beispiel bei der Frage, welche Daten wie angegeben werden müssen oder ob sich durch Veränderungen in meinem Unternehmen auch etwas beim Impressum ändern muss. In solchen Situationen bekomme ich sehr schnell eine Rückmeldung und notwendige Anpassungen werden direkt umgesetzt. Ich muss mich also nicht erst selbst durch sämtliche Vorgaben arbeiten oder lange überlegen, ob ich alles richtig gemacht habe.

Und genau das ist für mich echte Entlastung. Ich weiß, dass ich mich mit einer Frage melden kann und sie nicht nur beantwortet, sondern das Thema auch direkt bearbeitet wird. Damit kann ich es für mich wirklich abhaken und mich wieder auf meine eigentliche Arbeit konzentrieren.

Gerade mit der Entwicklung von meiner freiberuflichen Selbstständigkeit hin zur eigenen GmbH hat sich bei mir einiges verändert. Umso wertvoller ist es, bei solchen Themen einen verlässlichen Ansprechpartner an meiner Seite zu haben.

Zum Abschluss eine Frage, die wir unseren Held:innen immer gerne stellen: Wenn du anderen Unternehmer:innen heute nur einen Gedanken, einen Rat oder eine Erfahrung mit auf den Weg geben könntest, was wäre es?

Nicht darauf warten, bis alles perfekt ist.

Ich glaube, gerade wenn man einen hohen Anspruch an sich selbst hat, findet man immer noch einen Grund, warum man mit dem nächsten Schritt besser warten sollte. Noch etwas vorbereiten, noch mehr wissen, noch eine Weiterbildung machen, noch ein bisschen mehr Sicherheit haben.

Aber vieles lernt man tatsächlich erst, wenn man losgeht.

Das heißt für mich nicht, völlig unüberlegt Risiken einzugehen. Aber irgendwann muss man sich selbst zutrauen, auch mit den Dingen umgehen zu können, die unterwegs kommen.

Ich wusste bei meinem Start auch nicht, wohin sich alles entwickeln würde und ich weiß heute genauso wenig, wo ich in fünf Jahren stehen werde. Aber genau das finde ich inzwischen eher spannend als beängstigend.

Deshalb wäre mein Rat: Hab einen Plan – aber hab auch den Mut, ihn unterwegs zu verändern

Unternehmerin zu sein bedeutet für mich nicht, auf alles eine Antwort zu haben, sondern den Mut zu haben, weiterzugehen.

Die Bilder wurden uns von Sandra Steinbrückner bereitgestellt.