Blogreihe: Helden im Fokus

DEIN BUSINESS BRAUCHT DICH. ABER NICHT BIS ZUR ERSCHÖPFUNG.

Wir haben Lara im Juni 2025 bei der IHK-Veranstaltung „Gründerworkshop 1“ kennengelernt. Damals saßen wir gemeinsam als Teilnehmerinnen dort, alle mit ähnlichen Fragen, Ideen und diesem besonderen Gefühl kurz vor der eigenen Gründung. Seitdem haben sich unsere Wege immer wieder gekreuzt. Lara ist inzwischen nicht nur Gründerin der BODY MIND SCHOOL, sondern auch schon lange Kundin der ImpressumsHelden.

Heute unterstützt sie Menschen dabei, Stress besser wahrzunehmen, Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren und die Verbindung zwischen Körper, Geist und mentaler Gesundheit zu stärken. Und genau darüber wollten wir mit ihr sprechen: über die Herausforderungen der Selbstständigkeit, niemals endende To-do-Listen, persönliche Grenzen und die Frage, warum wir uns selbst im Business nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Denn eines verbindet unsere Arbeit ganz besonders: Entlastung. Lara schafft Raum für mentale und körperliche Balance und wir helfen Unternehmer dabei, rechtliche und organisatorische Belastungen rund um Impressum, Datenschutz und Geschäftsadresse abzugeben.

Wir freuen uns, euch Lara heute als unseren „Held im Fokus“ vorzustellen.

Viele kennen Lehrkräfte nur aus dem Klassenzimmer. Wer ist Lara Jaecks, wenn sie gerade keine Lehrkräfte begleitet?

Eine meiner größten Leidenschaften ist das Tanzen. Ich liebe es, mich über meinen Körper auszudrücken und mache daher auch verschiedene Performances im öffentlichen Raum. Meine nächste Performance werde ich zum Leipziger Lichtfest am 9.Oktober 2026 in der Innenstadt zeigen. Es wird um die Verbindung von Bildung, Licht und die Kraft gemeinsamer Gestaltung gehen. Ich bin schon sehr gespannt, was diese Performance bewegen wird.

Was hat dich dazu bewegt, die BODY MIND SCHOOL zu gründen?

Es gab tatsächlich verschiedene Beweggründe, meinen Beruf als Lehrerin hinter mir zu lassen und mich selbstständig zu machen. Seit über 10 Jahren habe ich mich in den Bereichen Körperarbeit, Achtsamkeit und mentale Gesundheit weitergebildet und immer mehr gemerkt, wie diese Themen zu meinen Herzensthemen wurden. Gerade im Bildungskontext kommt Selbstfürsorge oft viel zu kurz, da dafür einfach keine Zeit und Kapazitäten bleiben. Ich möchte Räume kreieren, in denen die eigenen Bedürfnisse wieder wahrgenommen werden können und wirkliche Veränderungen in die Wege geleitet werden. Nicht nur drüber reden, sondern machen. Ich liebe es, zu erkunden, welche positiven Veränderungen möglich sind, sodass es uns besser geht!

Nicht alles, was dich belastet, musst du selbst tragen.“

Welche Warnsignale erleben Lehrkräfte häufig, bevor sie merken, dass ihre Belastungsgrenze erreicht ist?

Es gibt vielzählige Warnsignale, die der Körper sendet, um zu signalisieren, dass etwas nicht stimmt. Augenzucken, Tinnitus, Schlafstörungen, Herzrasen, Verdauungsprobleme, Haarausfall, Rastlosigkeit, Gereiztheit und vieles mehr. Oftmals reagieren die Personen genervt auf diese Körpersignale, ganz nach dem Motto „Na das hat mir gerade noch gefehlt. Die Kopfschmerzen kann ich jetzt wirklich nicht gebrauchen, ich habe noch einen riesigen Korrekturstapel vor mir und die Zeit rennt mir davon.“
Dabei möchte der Körper gehört werden und uns signalisieren, dass gerade alles zu viel ist und eine Pause oder Auszeit eine gute Idee wäre. Ich wünsche mir, dass wir wieder lernen, mehr mit unseren Körpern zusammenzuarbeiten statt gegen sie.

Viele glauben, Stress gehöre einfach zum Beruf dazu. Wo beginnt gesunder Einsatz und wo wird es gefährlich?

Der Lehrberuf bringt tatsächlich vielfältige Herausforderungen und Stressfaktoren mit sich. Die Burnout-Quoten sind hoch, Lehrkräfte gehen in Frührente und die meisten haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits im Studium abgeschlossen. Ich denke, dass es wichtig ist, wie mit Stress umgegangen wird. Hierzu wäre es extrem hilfreich, wenn angehende Lehrkräfte bereits im Studium und Referendariat praxisnahe Techniken lernen würden, die sie gezielt im Schulalltag einsetzen können, um gut für sich zu sorgen. Gefährlich wird es, wenn Lehrkräfte über Jahre unter Dauerstress stehen und den Kontakt zu ihren eigenen Bedürfnissen vollständig verlieren.

Auch Selbstständige und Unternehmer kennen Dauerstress. Welche Parallelen siehst du zwischen Lehrkräften und Unternehmern?

Lehrkräfte und Unternehmer:innen haben oft mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick denkt: Beide Berufsgruppen jonglieren täglich mit vielen unterschiedlichen Aufgaben. Elterngespräche oder Kund:innengespräche, Förderanträge für Schüler:innen oder für den eigenen Workshop, bürokratischer Papierkram und vieles mehr. Sie sind häufig echte Allrounder, bei denen Multitasking zum Berufsalltag gehört. Auch niemals endende To-do-Listen und das Gefühl, keinen wirklichen Feierabend zu haben, kennen beide Gruppen. Genau hier darf es darum gehen, klare Strukturen und Grenzen für sich zu entwickeln: Wie kann ich meinen Arbeitsalltag so gestalten, dass ich nicht ständig im Arbeitsmodus bin, sondern auch wirklich abschalten und Feierabend machen kann?

Gab es eine Situation, in der du selbst gemerkt hast: Jetzt muss ich besser auf mich achten?

Auf jeden Fall. Es gab viele Situationen, in denen mein Körper klar und deutlich Warnsignale gesendet hat. Daher weiß ich auch, wie es sich anfühlt, wenn man diese Körpersignale ignoriert und einfach immer weitermacht. Ich durfte über die Jahre lernen, wieder die Verantwortung für mich und mein Wohlbefinden zu übernehmen. Denn wie kann ich für Andere da sein, wenn ich es für mich selbst nicht bin?

Bei den ImpressumsHelden sagen wir oft: "Unternehmer sollten sich auf ihr Business konzentrieren können.“ Du hilfst Menschen dabei, mental Ballast loszuwerden. Wir nehmen ihnen rechtliche Sorgen rund um Impressum, Datenschutz und Geschäftsadresse ab. Wie wichtig ist es aus deiner Sicht, unnötige Belastungen bewusst auszulagern?

Zunächst einmal ist es wichtig, sich überhaupt bewusst zu werden, was einen belastet. Im nächsten Schritt darf geschaut werden, welche Belastungen verändert werden können. Wo habe ich Handlungsspielraum? Was kann ich verändern und was nicht? Es ist ein tollesGefühl, wieder im eigenen Leben mitzubestimmen und bewusste Entscheidungen für sich zu treffen.

Unternehmertum bedeutet nicht, alles selbst zu können. Es bedeutet auch zu wissen, wann andere besser helfen können.

Was würdest du Unternehmern raten, die ständig alles selbst machen möchten?

Das ist eine komplexe Frage. Ich versuche, mich kurz zu fassen: Ich würde empfehlen, von Menschen zu lernen, die bereits ein paar Schritte weiter sind als man selbst und Expertise in Bereichen mitbringen, in denen man selbst noch ganz am Anfang steht. Marketing, Steuern, Buchhaltung, Businessplan, Unternehmer:innen-Mindset. Gerade zu Beginn sind das viele neue Themen. Ich habe zwar als Einzelunternehmerin gegründet, aber dadurch, dass ich mir gezielt Unterstützung in verschiedenen Bereichen geholt habe, habe ich mich auf meinem Weg nie wirklich allein gefühlt. Und ganz wichtig: Netzwerken! Geht raus, lernt Menschen kennen, die bereits etwas Ähnliches machen, lasst euch inspirieren und schaut, wo sich sinnvolle Kooperationen ergeben können.

Eine letzte Frage. Stell dir vor, jeder Unternehmer liest morgen früh genau einen Satz von dir. Welcher Satz wäre das?

Mache dir deinen absoluten Lieblingssong an und tanze, als würde niemand zuschauen.

Du musst nicht alles alleine tragen. Stärke bedeutet auch, zu wissen, wann es Zeit ist, Unterstützung anzunehmen.

Die Bilder wurden uns von Lara Jaecks bereitgestellt.